Deine App ist live - und jetzt? Wir beantworten die häufigsten Fragen zu ASO: Keywords, Titel, Screenshots, Bewertungen und Conversion. Der komplette Einsteiger-Guide für Apple App Store und Google Play.
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Der Moment, in dem deine erste App im Store erscheint, ist großartig. Du suchst sie, findest sie, lädst sie auf dein eigenes Handy - und schickst den Link stolz an Familie und Kunden.
Und dann passiert: erstaunlich wenig.
Das ist kein Einzelfall, sondern die Regel. Im Apple App Store liegen über 1,8 Millionen Apps, bei Google Play noch deutlich mehr. Eine App zu veröffentlichen heißt erstmal nur, dass sie existiert - nicht, dass sie jemand findet. Genau hier setzt App Store Optimization (ASO) an: die Kunst, deine App so im Store zu präsentieren, dass sie bei den richtigen Suchanfragen auftaucht und Besucher auch wirklich auf „Laden” tippen.
Die gute Nachricht: ASO ist kein Hexenwerk und kein Fall für eine teure Agentur. Gerade bei deiner ersten App holst du mit ein paar Stunden gezielter Arbeit mehr heraus als mit jedem Werbebudget. In diesem Guide beantworte ich die Fragen, die uns dazu am häufigsten gestellt werden.
ASO ist das SEO der App Stores: die laufende Optimierung deines Store-Eintrags mit dem Ziel, mehr Sichtbarkeit (du tauchst bei Suchen auf) und mehr Conversions (wer dich sieht, lädt auch) zu erreichen.
Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe:
Der wichtigste Unterschied zum klassischen SEO: Die Stores belohnen Performance. Eine App, die oft geladen, gut bewertet und selten gleich wieder gelöscht wird, steigt im Ranking - ganz ohne dass du am Text etwas änderst. ASO ist also kein einmaliger Haken auf der Launch-Checkliste, sondern ein Kreislauf: bessere Darstellung → mehr Downloads → besseres Ranking → noch mehr Downloads.
Bevor du irgendetwas optimierst, lohnt ein Blick darauf, wie Menschen überhaupt in den Stores landen. Es gibt im Wesentlichen drei Wege:
Für deine erste App heißt das: Konzentriere dich auf die Suche und auf direkte Links. Die Charts kommen später (oder nie - und das ist okay, solange deine Zielgruppe dich findet).
Apple und Google verraten ihre Algorithmen nicht im Detail, aber die wesentlichen Stellschrauben sind gut belegt und seit Jahren stabil:
Direkt beeinflussbar (Text & Assets):
Indirekt beeinflussbar (Performance):
Der zweite Block erklärt, warum ASO nie „fertig” ist: Du kannst die perfekten Keywords haben - wenn deine App 2,8 Sterne hat, rankt der Wettbewerber mit 4,7 trotzdem über dir.
Das ist der Kern der Arbeit, und hier machen Einsteiger den größten Fehler: Sie optimieren auf Begriffe, die sie selbst benutzen würden - nicht auf die, die ihre Kunden eintippen.
So gehst du systematisch vor:
Schreib ungefiltert alles auf, wonach deine Zielgruppe suchen könnte. Drei ergiebige Quellen:
Für jedes Keyword zählen zwei Fragen: Sucht das jemand? und Habe ich eine Chance zu ranken? Bei generischen Ein-Wort-Begriffen („Fitness”, „Shop”) ist die Antwort auf die zweite Frage fast immer nein - die gehören den Platzhirschen. Deine Chance liegt in spezifischen Kombinationen: „Yoga Studio München App” statt „Yoga”. Weniger Suchvolumen, aber Nutzer mit genau deinem Bedarf - und realistische Rankings.
Kostenlose Tools wie die Vorschlagslisten der Stores reichen für den Anfang völlig. Wenn du es genauer willst, liefern ASO-Tools (AppTweak, Sensor Tower, App Radar u. a.) Suchvolumen- und Schwierigkeitswerte - nötig ist das für die erste App nicht.
Am Ende brauchst du eine kurze Liste: 2-3 Kern-Keywords für den Titelbereich, eine Handvoll sekundärer Begriffe für die übrigen Felder. Mehr nicht. ASO scheitert öfter an Verzettelung als an fehlenden Ideen.
Jetzt wird die Keyword-Liste auf die Felder verteilt - und hier unterscheiden sich die beiden Stores deutlich.
Apple beschreibt die offiziellen Regeln und Empfehlungen für alle Textfelder in den Produktseiten-Guidelines - eine Lektüre wert, denn Verstöße (etwa fremde Markennamen im Keyword-Feld) können im Review hängen bleiben.
Auch Google hat die Spielregeln schriftlich fixiert - in der Metadaten-Richtlinie stehen die harten Verbote (keine Emojis im Titel, keine Sonderzeichen, kein DURCHGEHENDES GROSSSCHREIBEN, keine „Top-App”-Behauptungen), deren Missachtung zur Ablehnung des Eintrags führt.
Eine Regel gilt in beiden Stores: Versprich nichts, was die App nicht hält. Das rächt sich doppelt - in den Bewertungen und bei der Uninstall-Rate, die beide ins Ranking zurückfließen.
Texte bringen dich in die Suchergebnisse - Bilder entscheiden, ob geladen wird. In der Ergebnisliste sieht der Nutzer dein Icon, deinen Titel und die ersten Screenshots. Diese Sekunde entscheidet.
Ein unterschätzter Tipp: Sieh dir deine fünf wichtigsten Wettbewerber an und frag dich, wie dein Eintrag daneben auffällt - etwa durch eine Akzentfarbe, die in der Ergebnisliste heraussticht.
Kurz: sehr. Bewertungen wirken doppelt - als Rankingfaktor und als Conversion-Faktor. Zwischen 4,7 und 3,9 Sternen liegen Welten in der Download-Rate; vieles deutet darauf hin, dass unter etwa 4,0 die Mehrheit der Nutzer gar nicht erst lädt.
So baust du systematisch gute Bewertungen auf:
SKStoreReviewController-Popup, bei Google die In-App-Review-API), die der Nutzer beantworten kann, ohne die App zu verlassen. Der richtige Moment ist nach einem Erfolgserlebnis: Termin gebucht, Bestellung abgeschlossen, Treuepunkt gesammelt. Niemals direkt nach dem ersten App-Start.Die unbequeme Wahrheit dahinter: Die beste ASO-Maßnahme ist eine App, die ihren Job gut macht. Wenn deine App träge lädt oder sich „falsch” anfühlt, sammelst du schlechte Bewertungen, egal wie clever du fragst. (Was sich bei Web-basierten Apps dagegen tun lässt, haben wir hier beschrieben: Vom Browser zum Homescreen.)
Wenn deine Zielgruppe rein deutschsprachig ist: Konzentriere dich auf einen richtig guten deutschen Eintrag - das schlägt zwei mittelmäßige Sprachversionen immer.
Sobald du aber international denkst, ist Lokalisierung einer der stärksten ASO-Hebel überhaupt: Beide Stores erlauben eigene Metadaten, Keywords und Screenshots pro Sprache, und lokalisierte Einträge konvertieren messbar besser. Wichtig: Lokalisieren heißt nicht übersetzen. „Stempelkarte” wortwörtlich ins Englische zu übertragen bringt nichts - du brauchst die Begriffe, die dort tatsächlich gesucht werden (“loyalty card”, “rewards app”). Die Keyword-Recherche beginnt pro Markt von vorn.
Ein Praxis-Trick für den deutschen Markt: Apple indexiert für Deutschland auch die Lokalisierung Englisch (UK). Wer dort englische Keywords hinterlegt, vergrößert die abgedeckte Suchbegriffsmenge, ohne den deutschen Eintrag zu verwässern.
Ohne Messung ist ASO Raten. Zum Glück liefern beide Plattformen kostenlos alles Nötige:
Die drei Kennzahlen, die du im Blick behalten solltest:
Und dann: eine Änderung nach der anderen. Wer gleichzeitig Titel, Screenshots und Keywords umbaut, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat. Beide Stores bieten dafür sogar eingebaute A/B-Tests (bei Apple „Product Page Optimization”, bei Google „Store-Eintrag-Tests”) - für die erste App reicht aber meist der einfache Vorher-nachher-Vergleich über zwei bis vier Wochen.
Aus vielen Projekten, ungeschönt:
Ja - uneingeschränkt. Dem Store-Algorithmus ist es komplett egal, ob deine App nativ in Swift geschrieben ist oder als Wrapper-App deine bestehende Web-App lädt. Titel, Keywords, Screenshots, Bewertungen: Die Spielregeln sind identisch.
Zwei Punkte sind für Wrapper-Apps sogar besonders relevant:
Bei bequem.app-Projekten gehört ein sauberer Store-Auftritt deshalb zum Paket: Wir richten den Eintrag mit dir ein, beraten bei Titel und Screenshots und sorgen dafür, dass die App selbst die Bewertungen verdient, die sie fürs Ranking braucht.
ASO klingt nach viel - aber für deine erste App lässt es sich auf einen überschaubaren Plan eindampfen:
Das ist ein Nachmittag Arbeit zum Start und eine Stunde im Monat danach. Verglichen mit dem, was ein einziger bezahlter Install kostet, ist es die rentabelste Stunde deines App-Marketings.
Und falls du noch gar keine App im Store hast, sondern erst eine Web-App, die dorthin soll: Genau dafür sind wir da. Hol dir deine kostenlose App-Demo - wir bringen deine App in die Stores und sorgen dafür, dass sie dort eine gute Figur macht.